Gemeinsam für eine starke Kita-Gemeinschaft
Wie gelingt eine Kita-Gemeinschaft, in der sich Kinder, Eltern und Fachkräfte gleichermaßen gesehen, gehört und ernst genommen fühlen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Teilnehmenden beim jüngsten Elternabend der Kleyer Sonnenkinder. Im Mittelpunkt standen Beziehung, Kommunikation, Vertrauen und eine starke Erziehungspartnerschaft.
Zum Einstieg richteten Eltern und Team den Blick zunächst auf die Bedürfnisse der Kinder. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, was Kinder von Erwachsenen benötigen, damit sie sich wohlfühlen und gut entwickeln können. Anschließend wechselte die Perspektive: Was brauchen Eltern, um ihr Kind mit einem guten Gefühl in die Kita zu geben und sich selbst als Teil der Gemeinschaft zu erleben? Auch die Sicht der pädagogischen Fachkräfte wurde einbezogen.
Dabei zeigte sich: Auch wenn die Rollen von Kindern, Eltern und Fachkräften unterschiedlich sind, verbinden sie viele grundlegende Bedürfnisse. Besonders wichtig sind tragfähige Beziehungen, gegenseitiges Vertrauen und eine offene Kommunikation. Unterschiedliche Meinungen und Konflikte gehören dabei zum gemeinsamen Alltag. Entscheidend ist, respektvoll miteinander umzugehen und verschiedene Sichtweisen ernst zu nehmen.
Aus den Ergebnissen des Abends entstehen nun gemeinsame Leitsätze für die Gesprächskultur in der Kita. Dazu gehören unter anderem der Grundsatz, miteinander statt übereinander zu sprechen, Anliegen offen und zeitnah anzusprechen sowie einander freundlich und respektvoll zu begegnen. Die sogenannten „goldenen Regeln“ sollen künftig sichtbar im Zentrum ausgehängt werden.
Zum Abschluss knüpften die Teilnehmenden symbolisch ein Netz für die Kita-Gemeinschaft und benannten eigene Stärken und Ressourcen, die sie in das gemeinsame Miteinander einbringen möchten. Die Botschaft dahinter: Eine starke Gemeinschaft entsteht nur, wenn viele Menschen ihren Teil dazu beitragen.
Ein weiteres Thema des Abends war die veränderte Struktur des Morgenkreises. Hintergrund ist die intensive Auseinandersetzung der Einrichtung mit dem institutionellen Kinderschutz und der Frage, wie pädagogische Abläufe so gestaltet werden können, dass sie Sicherheit, Selbstbestimmung und Beteiligung der Kinder miteinander verbinden.
Die neue Morgenkreis-Struktur wurde im Rahmen einer Risikoanalyse entwickelt und wird derzeit kontinuierlich beobachtet und reflektiert. Die Kinder werden aktiv zur Teilnahme eingeladen, können sich aber auch dagegen entscheiden. Nach einer gemeinsamen Begrüßung und Tagesbesprechung folgt ein offenerer Spielkreis, zu dem Kinder jederzeit hinzukommen oder den sie wieder verlassen können.
Zum Abschluss des Elternabends wurde außerdem der Elternbeirat für das Kindergartenjahr 2026/27 gewählt. Sandra Wieland-Scharfenberg, Scarlett Hauschildt-Peil, Pia Hebestreit und Christin Angermann wurden erneut in das Gremium gewählt.