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Grundhaltung

Pädagogik

Kinder stärken, Entwicklung begleiten

Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit mit individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten, Interessen und Entwicklungsmöglichkeiten. Kinder sollen sich bei uns sicher und geborgen fühlen, tragfähige Beziehungen erleben und zugleich den Freiraum erhalten, ihre Umwelt selbstständig zu entdecken und mitzugestalten.

Wir verstehen Kinder als aktive Gestalter ihrer eigenen Entwicklung. Sie möchten nicht lediglich beschäftigt werden, sondern selbst tätig sein, ausprobieren, forschen, entscheiden, Verantwortung übernehmen und eigene Lösungen finden. Unsere Aufgabe als pädagogische Fachkräfte ist es, dafür verlässliche Beziehungen, anregende Erfahrungsräume und einen sicheren Rahmen zu schaffen.

Beziehung als Grundlage unserer pädagogischen Arbeit

Eine vertrauensvolle und tragfähige Beziehung ist für uns die Grundlage von Bildung und Entwicklung. Unsere pädagogischen Fachkräfte verstehen sich deshalb in erster Linie als Entwicklungsbegleiterinnen und Entwicklungsbegleiter..

Eine vertrauensvolle und tragfähige Beziehung ist für uns die Grundlage von Bildung und Entwicklung. Unsere pädagogischen Fachkräfte verstehen sich deshalb in erster Linie als Entwicklungsbegleiterinnen und Entwicklungsbegleiter.

Wir begegnen den Kindern aufmerksam, wertschätzend und respektvoll. Ihre Wünsche, Gefühle, Bedürfnisse und Anliegen werden wahrgenommen und ernst genommen. Gleichzeitig geben wir ihnen Orientierung, Sicherheit und verlässliche Grenzen.

Dabei sind wir uns unserer Vorbildwirkung bewusst. Ein von Respekt, Empathie, Wertschätzung und gegenseitiger Achtung geprägtes Miteinander bildet die Grundlage unseres Kindergartenalltags. Die Marte-Meo-Methode unterstützt diese Haltung und hilft uns dabei, die individuellen Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten jedes Kindes bewusst wahrzunehmen und zu stärken.

Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit

Kinder erfahren bei uns: Ich kann etwas bewirken. Ich kann selbst entscheiden. Ich kann Lösungen finden.

Deshalb schaffen wir möglichst viele Situationen, in denen Kinder selbstständig handeln können. Materialien sind zugänglich, Räume regen zum eigenständigen Tätigwerden an und der Tagesablauf eröffnet Möglichkeiten, eigene Interessen und Spielimpulse zu verfolgen.

Wir geben Kindern nicht vorschnell Lösungen vor, sondern begleiten sie dabei, eigene Lern- und Lösungswege zu entwickeln. Fehler verstehen wir dabei als wertvolle Lerngelegenheiten. Kinder dürfen ausprobieren, Herausforderungen annehmen, kalkulierbare Risiken eingehen und erfahren, dass Anstrengung und Beharrlichkeit zu neuen Fähigkeiten führen können.

So entwickeln sie Vertrauen in die eigenen Kompetenzen und erleben sich zunehmend als selbstwirksam.

Kinder im Mittelpunkt – selbstbestimmt lernen, mitgestalten und wachsen

Bedürfnisorientierung und individuelle Entwicklung

Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Deshalb orientieren wir unsere pädagogische Arbeit nicht an einem starren Ablauf, sondern am Entwicklungsstand, den Bedürfnissen und den Interessen der Kinder.

Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass wir unterschiedliche Möglichkeiten für Bewegung und Aktivität ebenso schaffen wie Rückzug, Ruhe und Entspannung. Auch Übergänge und Tagesabschnitte werden so gestaltet, dass Kinder möglichst in ihrem eigenen Tempo ankommen und sich orientieren können.

Unsere Räume und Materialien werden regelmäßig daraufhin überprüft, ob sie den aktuellen Bedürfnissen der Kinder entsprechen. Pädagogische Qualität bedeutet für uns deshalb auch, das eigene Handeln immer wieder zu reflektieren und Rahmenbedingungen gegebenenfalls zu verändern.

Partizipation – Kinder gestalten ihren Alltag mit

Mitbestimmung zieht sich wie ein roter Faden durch unseren Kindergartenalltag. Kinder werden an Entscheidungen beteiligt, die sie und ihr unmittelbares Lebensumfeld betreffen.

Partizipation findet dabei nicht nur in festen Formen wie der Kinderkonferenz statt. Sie beginnt im Alltag: bei der Auswahl von Tätigkeiten und Spielpartnern, bei der Nutzung unserer Räume, im Freispiel, bei Mahlzeiten, in Pflegesituationen und bei der Gestaltung des Tages.

Dabei lernen Kinder, eigene Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken, die Perspektiven anderer wahrzunehmen, Entscheidungen auszuhandeln und Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. So werden demokratische Grundhaltungen für Kinder konkret erlebbar.

Lernen durch Bewegung, Spiel und eigenes Entdecken

Kinder lernen mit ihrem ganzen Körper und mit allen Sinnen. Bewegung, freies Spiel, Forschen und selbstständiges Ausprobieren besitzen deshalb einen besonderen Stellenwert in unserem Konzept.

Als zertifizierter Bewegungskindergarten schaffen wir vielfältige Möglichkeiten für Bewegungserfahrungen. Unser Bewegungsspielraum bildet dabei ebenso einen wichtigen Erfahrungsort wie die Gruppenräume und unser weitläufiges, naturnah gestaltetes Außengelände.

Unsere Räume verstehen wir als Erfahrungs-, Bildungs- und Lebensräume. Sie sollen gleichermaßen Geborgenheit und Freiraum bieten und Kinder dazu einladen, kreativ zu werden, zu forschen, zu experimentieren und eigene Ideen umzusetzen.

Frei zugängliche und bewusst ausgewählte Materialien unterstützen die Selbstständigkeit. Gleichzeitig achten wir auf eine übersichtliche und möglichst reizbewusste Gestaltung, die Konzentration und vertieftes Spiel ermöglicht.

Gemeinschaft, Vielfalt und soziales Lernen

Unser Kindergarten ist ein Ort, an dem Kinder unterschiedlicher familiärer, kultureller und individueller Voraussetzungen gemeinsam leben und lernen. Diese Vielfalt verstehen wir als Bereicherung.

Im täglichen Miteinander lernen Kinder, Unterschiede und Gemeinsamkeiten wahrzunehmen, Gefühle und Bedürfnisse anderer zu berücksichtigen, sich gegenseitig zu unterstützen und Konflikte zunehmend selbstständig zu lösen.

Unsere pädagogischen Fachkräfte begleiten diese Prozesse, anstatt Kindern Lösungen grundsätzlich vorzugeben. Auf diese Weise entwickeln Kinder soziale Kompetenz, Empathie und die Fähigkeit, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.

Ein offenes und zugleich geborgenes Betreuungskonzept

Unsere pädagogische Arbeit verbindet verlässliche Beziehungen mit gruppenübergreifenden Erfahrungs- und Begegnungsmöglichkeiten. Die Kinder haben die Möglichkeit, unterschiedliche Bildungsbereiche und Räume zu nutzen und ihren Interessen und Spielimpulsen nachzugehen.

Gleichzeitig bieten kleinere Gruppen, vertraute Bezugspersonen und Rückzugsmöglichkeiten Orientierung und Geborgenheit. Besonders Ruhe-, Schlaf- und Übergangsphasen werden entsprechend den unterschiedlichen Bedürfnissen und Entwicklungsständen der Kinder gestaltet.

So entsteht ein Alltag, der sowohl Gemeinschaft als auch Individualität ermöglicht: so viel Orientierung und Sicherheit wie nötig – und so viel Selbstständigkeit und Freiraum wie möglich.

Pädagogische Qualität durch Beobachtung und Reflexion

Unsere Fachkräfte verstehen sich nicht nur als Begleitende, sondern auch als Lernende und reflektierende Pädagoginnen und Pädagogen. Wir beobachten die Entwicklung der Kinder, dokumentieren ihre Entwicklungswege und tauschen uns regelmäßig im Team sowie mit den Eltern aus.

Dabei steht nicht die Suche nach Defiziten im Vordergrund. Entscheidend ist für uns die Frage:

Was kann dieses Kind bereits, welche Ressourcen zeigt es und was braucht es als nächsten Entwicklungsschritt?

Aus dieser Haltung heraus entwickeln wir passende Impulse, überprüfen unsere Raumgestaltung und Materialauswahl und passen unser pädagogisches Handeln an die jeweiligen Kinder an.

Gemeinsam mit den Familien

Eine gute Entwicklung des Kindes gelingt besonders dort, wo Familie und Kindergarten vertrauensvoll zusammenarbeiten. Deshalb verstehen wir Eltern als wichtige Erziehungs- und Bildungspartner.

In regelmäßigen Entwicklungsgesprächen tauschen wir Beobachtungen aus, machen Ressourcen und Entwicklungsschritte sichtbar und entwickeln gemeinsam mögliche nächste Ziele. Die unterschiedlichen Perspektiven von Familie und pädagogischen Fachkräften ergänzen sich dabei und helfen uns, jedes Kind möglichst umfassend wahrzunehmen.

Was unsere pädagogische Arbeit auszeichnet

Unsere pädagogische Grundhaltung verbindet Beziehung und Geborgenheit mit Selbstständigkeit, Partizipation und einem konsequent ressourcenorientierten Blick auf das Kind. Bewegung, freies Spiel, eigene Erfahrungen, soziale Beziehungen und eine bedürfnisorientierte Gestaltung des Alltags bilden dabei zentrale Grundlagen.

Unser Ziel ist nicht, Kindern möglichst viel vorzugeben, sondern ihnen die Voraussetzungen zu schaffen, selbst tätig zu werden, eigene Fähigkeiten zu entdecken, Vertrauen in sich selbst zu entwickeln und ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden.

Ich werde gesehen.
Ich werde ernst genommen.
Ich darf mitentscheiden.
Ich kann etwas bewirken.
Ich darf ausprobieren und Fehler machen.
Und ich kann meinen eigenen Weg gehen.

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Die Kleyer
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